Reformdebatte: Eine Einladung zur Frührente
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Reformdebatte Eine Einladung zur Frührente
15. Oktober 2026, 21:52 Uhr |
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Immer mehr Beschäftigte gehen vorzeitig in Rente und arbeiten trotzdem weiter. Die Entwicklung ist eine der fragwürdigen Folgen der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren. Doch es geht auch um Reformen der Ampelregierung.
Von Roland Preuß, Berlin
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Nach 45 Jahren voller Arbeit darf Schluss sein. Das ist nur gerecht. So lassen sich die Argumente, die derzeit zur Verteidigung der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren in die Debatte geworfen werden, zusammenfassen. Für sie sei die „Leistungsgerechtigkeit“ entscheidend, sagt etwa Manuela Schwesig, SPD-Ministerpräsidentin in Mecklenburg-Vorpommern und eine der entschiedensten Fürsprecherinnen der Regelung. „Wer mit 16 oder 18 in den Beruf eingestiegen ist und sein Leben lang gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat, sollte auch weiter zwei Jahre früher und ohne Abschläge in Rente gehen können“, sagt sie. Kanzler Friedrich Merz (CDU) dagegen kritisiert die Regelung als ungerecht und möchte sie abschaffen. Zwischen Union und SPD tobt ein Streit mit Sprengkraft für die Koalition. Der DGB hat eine Kampagne für die Frührente gestartet. „Hart verdient. 45 Beitragsjahre sind genug!“, heißt es da auf roten Großplakaten.
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