Albanien: „Jetzt ist es eine Revolution“
Por Von Sina-Maria Schweikle und Tobias Zick, Tirana/München — Top – Themen – Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Sport
Albanien „Jetzt ist es eine Revolution“
16. Oktober 2026, 15:02 Uhr |
Lesezeit: 2 Min.
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Erst die bedrohten Flamingos, jetzt Missstände im ganzen Land: Die Proteste in Albanien erreichen eine neue Eskalationsstufe. Das Regierungslager macht „ausländische Akteure“ verantwortlich.
Von Sina-Maria Schweikle und Tobias Zick, Tirana/München
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Am Donnerstagabend, dem dritten Tag der jüngsten Proteste, hat sich in der Nähe des Amtssitzes von Premier Edi Rama eine Gruppe überwiegend junger Menschen versammelt. Sie beobachten das Geschehen aus sicherer Distanz. Zwischen ihnen und der Polizei liegt ein Niemandsland aus Anspannung, Feuerwerkskörpern und Tränengas. Viele tragen Mundschutzmasken, um sich vor dem stechenden Tränengas zu schützen. Warum stehen sie hier, etwas abseits der eigentlichen Demonstration? Einer antwortet ohne zu zögern: „Weil alles schlecht ist. Weil sich alles ändern muss.“ Der Mann im Kapuzenpullover sagt, er habe ein kleines Kind, seine Frau sei im vierten Monat schwanger. Es geht ihm nicht nur um die Zukunft. Es geht um das Jetzt.
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