Zwischen Mühldorf und München: Nach Brandbrief der Bürgermeister: Bahn legt einen Stopp nach

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Por Von Maximilian Gerl, Mühldorf — Top – Themen – Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Sport

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Zwischen Mühldorf und München Nach Brandbrief der Bürgermeister: Bahn legt einen Stopp nach

28. September 2026, 12:40 Uhr |

Lesezeit: 2 Min.

Die Bahnstrecke zwischen Mühldorf und München gilt als sehr störanfällig.
Die Bahnstrecke zwischen Mühldorf und München gilt als sehr störanfällig. Peter Hinz-Rosin

Der Fahrplan für die Strecke Mühldorf-München wird gekürzt. Die betroffenen Bürgermeister protestieren – und dann passiert Erstaunliches.

Von Maximilian Gerl, Mühldorf

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Er fährt in Dorfen wieder, ausnahmsweise. Seit diesem Montag hält dort der Regionalexpress mit der Nummer 27002 morgens um kurz vor sieben Uhr, so sieht es der Fahrplan nun wieder vor. Doch eigentlich war dieser Stopp erst kürzlich gestrichen worden.

Mit dieser und anderen Maßnahmen wollte die Deutsche Bahn von Mitte September an „mehr Stabilität“ in den störanfälligen Zugverkehr zwischen Mühldorf und München bringen. Darauf folgte jedoch ein Brandbrief. Die Bürgermeister von 17 Gemeinden entlang der Strecke klagten über massive Einschränkungen für Pendlerinnen und Pendler. „Auch in unseren Gemeinden ist die Geduld der Bahnkunden, Ihrer Kunden, am Ende“, heißt es in dem Schreiben. „Wir brauchen keine Begründungen, warum es nicht geht, sondern kreative und kurzfristige Lösungen!“

Die Kritik hat offenbar gewirkt. Zwar bleibt es auf der Strecke beim angepassten Fahrplankonzept. Doch eine Forderung der Bürgermeister soll nun teilweise in den Interimsfahrplan integriert werden: jener zusätzliche Halt für den Morgenzug der Regionalexpresslinie 4. Die Online-Auskunft der DB erwartet den Zug gen München um 6.49 Uhr in Dorfen.

Die Südostbayernbahn habe die Wiedereinführung intensiv geprüft, teilte die Deutsche Bahn am vergangenen Freitag mit. Um den Halt möglichst schnell umzusetzen, werde er zunächst testweise eingerichtet. Daher sei der Halt jeweils nur drei Tage im Voraus in der Fahrplanauskunft sichtbar. „Für eine dauerhafte Fahrplananpassung wäre ein mehrwöchiger Vorlauf erforderlich.“

Ein bisserl Vorlauf könnten Fahrgäste indes nicht nur rund um Mühldorf benötigen. Auch auf anderen Bahnstrecken im Freistaat stehen Abweichungen vom Fahrplan an – neue wie alte. Zu letzteren zählen die Probleme zwischen Murnau und Oberammergau. Die Gleise dort sind gesperrt. Und die für die Infrastruktur zuständige Bahntochter Infrago könne „derzeit kein Störungsende prognostizieren“, hieß es mit Stand Montagvormittag im DB-Baustellenportal.

Zwischen Neustadt an der Aisch und Steinach fahren die Züge wieder, jedoch werden Teilabschnitte mit reduzierter Geschwindigkeit passiert. Fahrgäste sollten „fortlaufend mit Verspätungen“ bei der RB 81 rechnen. Fahrplanänderungen sind auch weiterhin für Reisen ins und vom Allgäu angekündigt. Eine davon: Weil zwischen Buchloe und München zwischen 5. und 12. Oktober gebaut wird, entfallen Züge der Linien RB 74 und RE 70.

Plattling ist wieder mit der Bahn erreichbar – Passau dagegen noch nicht

Gewissermaßen neu dabei ist die Strecke Gemünden–Aschaffenburg. Vom 9. November bis 12. Dezember sollen unter anderem 40 Kilometer Schienen und mehr als 500 Schwellen ausgetauscht und der Tunnel zwischen Heigenbrücken und Laufach saniert werden. Züge können da keine fahren, nur Busse. Der Fernverkehr wird umgeleitet. Dafür ist Plattling wieder von München und Landshut aus per Bahn erreichbar. Seit gut einer Woche pendelt der RE 3 im Stundentakt. An diesem Montag meldete die Online-Auskunft aber Beeinträchtigungen wegen Reparaturen auf der Strecke. Weiter nach Passau geht es nach wie vor auf der Straße: Die Gleise werden einer Korridorsanierung unterzogen. Inzwischen ist die dritte und letzte Bauphase angelaufen. Sie soll ebenfalls am 12. Dezember enden – so sieht es der Plan vor.

Der dauert auf der Strecke zwischen Mühldorf und München ein paar Tage länger, bis zum 23. Dezember. Bis dahin will die DB Infrago Langsamfahrstellen beseitigt haben. Weitere Zwischenstopps beim morgendlichen Regionalexpress, etwa in Ampfing, sind nicht vorgesehen. Sie würden „die Wirkungsweise des neu berechneten Fahrplans beeinträchtigen und damit die erreichte Stabilisierung und Verbesserung der Pünktlichkeit gefährden“.

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