Oktoberfest: Rapper beim Betteln im Wiesnzelt erwischt – Behörden beraten über Konsequenzen

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Por Von Stephan Handel — Top – Themen – Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Sport

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Oktoberfest Rapper beim Betteln im Wiesnzelt erwischt – Behörden beraten über Konsequenzen

8. Oktober 2026, 14:59 Uhr |

Lesezeit: 1 Min.

Zwei Rapper haben das Festzelt-Gedränge ohne Genehmigung für einen Videodreh genutzt (Symbolbild).
Zwei Rapper haben das Festzelt-Gedränge ohne Genehmigung für einen Videodreh genutzt (Symbolbild). Felix Hörhager/dpa

Die Musiker der Band „Dicht & Ergreifend“ drehen für ein Musikstück offenbar ohne Genehmigung ein Video. Sie gehen Wiesnbesucher dabei um Geld für eine Mass Bier an. Bis sie von Beamten abgeführt werden.

Von Stephan Handel

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Ein Videodreh auf der Theresienwiese hat für die Musiker der Rap-Band Dicht & Ergreifend möglicherweise ein Nachspiel: Fabian Frischmann, der unter dem Künstlernamen „Lef Dutti“ auftritt, und Michael Huber („Urkwell“) wurden während des Oktoberfests von der Polizei aufgegriffen und abgeführt, als sie, als Punker verkleidet, Besucher um Geld anbettelten. Das Ganze war als Teil eines neuen Musikvideos geplant – dafür wäre eine Drehgenehmigung für kommerzielle Nutzung erforderlich gewesen, die offenbar nicht vorlag. Und Betteln ist auf der Wiesn grundsätzlich verboten.

Der Track, für den das Video gedreht werden sollte, heißt „Identität“ und ist die erste Nummer auf der neuen CD, die kommende Woche erscheint. Frischmann und Huber verkleideten sich dafür als Punker, mit hochgegelten Haaren, Lederjacken, Eisenketten und viel Schminke. So zogen sie los und versuchten, Geld zu erbetteln: „Hast du mal 16 Euro für eine Mass Bier?“ Sie hätten eigentlich nicht gedacht, damit Erfolg zu haben, erzählt Frischmann in der BR-Sendung „Zündfunk“. Tatsächlich habe es aber recht schnell geklappt, ein Mann habe ihnen 20 Euro spendiert.

Statt des Bierkonsums kam allerdings die Polizei, ergriff die Akteure und führte die beiden Musiker zur Wiesnwache. Was dort geschah, ist nicht dokumentiert, die Polizei bestätigt nur, dass sie „Kenntnis von dem Vorgang“ habe. Frischmann berichtet im Interview, dass die Beamten sehr freundlich gewesen seien. Als sie die Rapper erkannt hätten, hätten sie sogar Selfies mit ihnen machen wollen.

Die Posse könnte jetzt aber doch noch ein Nachspiel haben: Die Polizei beratschlagt mit Vertretern der Stadt, wie mit dem Vorfall umzugehen sei. Für den Verstoß gegen das Bettelverbot ist das Kreisverwaltungsreferat zuständig, das eventuell ein Bußgeld verhängen könnte.

Um die möglicherweise fehlende Drehlizenz kümmert sich das Wirtschaftsreferat; die Lizenz ist bei kommerzieller Nutzung gebührenpflichtig. Die beiden Musiker haben ihren Wiesn-Streich als „soziales Experiment“ bezeichnet – wie es ist, mit völlig anderer Identität in einer Masse Lederhosenträger zu schwimmen.

Das Management von Dicht & Ergreifend ließ eine Anfrage zu dem Vorfall bis zum Donnerstagnachmittag unbeantwortet.

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