Italien: Gewaltsame Ausschreitungen in Mailand: 160 Festnahmen

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Italien Gewaltsame Ausschreitungen in Mailand: 160 Festnahmen

19. Oktober 2026, 7:40 Uhr | Kommentare

Etwa 160 überwiegend minderjährige Menschen wurden durch die Polizei festgenommen.
Etwa 160 überwiegend minderjährige Menschen wurden durch die Polizei festgenommen. Foto: Stringer/REUTERS

Rund um den Mailänder Dom plündern vermummte Jugendliche erneut Geschäfte, die Polizei setzt Wasserwerfer und Tränengas ein. Nun will Ministerpräsidentin Meloni über weitere Maßnahmen beraten.

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In der norditalienischen Wirtschaftsmetropole Mailand ist es den zweiten Tag in Folge zu gewalttätigen Ausschreitungen von Jugendlichen gekommen. Meist schwarz gekleidete und vermummte junge Leute schlugen rund um den zentralen Piazza del Duomo Schaufensterscheiben ein, plünderten Geschäfte und Supermärkte, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa meldete. Die Polizei habe Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt und mindestens 160 Menschen festgenommen, davon 80 Prozent Minderjährige.

Ministerpräsidentin Giorgia Meloni berief für Montag eine Sitzung in ihrem Amtssitz in Rom mit den Sicherheitskräften ein. „Ich habe für morgen eine Sitzung zur öffentlichen Ordnung im Palazzo Chigi einberufen, um die Lage zu beurteilen und weitere Maßnahmen gegen diejenigen zu erörtern, die legitime Demonstrationen missbrauchen, um Gewalt und Chaos zu stiften“, wurde sie von Ansa zitiert.

Bereits am Vortag war es in Mailand und anderen Großstädten am Rande friedlicher Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten zu schweren Unruhen gekommen. Einem am Sonntag veröffentlichten Polizeibericht zufolge wurden bei Ausschreitungen in Mailand, Bologna, Brescia, Bergamo und Turin insgesamt 28 Menschen festgenommen.

Auch am Samstag kam es zu Unruhen vor dem Mailänder Dom.
Auch am Samstag kam es zu Unruhen vor dem Mailänder Dom. Foto: Stefano Porta/LaPresse via AP

Die Unruhen erinnern an die Gewalt im Nachbarland Frankreich. Dort waren Hunderttausende aus Wut über steigende Kosten und den Abbau öffentlicher Dienstleistungen auf die Straße gegangen. Es waren die schwersten Proteste in Frankreich seit Jahren.

© SZ/dpa/reuters/aneb – Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.

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