Bundesliga: Leverkusen beendet Freiburgs Höhenflug
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- Leverkusen schlägt Freiburg 2:1, der SC verliert sein erstes Saisonspiel und der FC Bayern ist Tabellenführer
Bundesliga Leverkusen beendet Freiburgs Höhenflug
18. Oktober 2026, 19:32 Uhr |
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Dank des Rekordtreffers von Patrik Schick erleiden die Breisgauer die erste Saisonniederlage. Kommenden Sonntag gastiert der neue Tabellenführer Bayern München zum Spitzenspiel.
Von Philipp Selldorf
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A uf der Haupttribüne der Bayarena richteten sich am Sonntagnachmittag die Blicke auf den bärtigen Mann, der den Ehrenplatz neben Rudi Völler erhalten hatte. Jürgen Klopp war angereist, um außer dem Bundesliga-Spitzentreffen zwischen Bayer Leverkusen und dem SC Freiburg die vielen Nationalspieler zu begutachten, die diese Partie bereicherten. Auf Leverkusener Seite dürften ihm unter anderem der immer gefährliche Mittelstürmer und der eifrige Rechtsaußen, vor allem aber der herausragende Spielmacher gefallen haben.
Ibrahim Maza war als Torschütze und Torvorbereiter wesentlich verantwortlich für den 2:1-Erfolg der Leverkusener, doch ebenso wie der schnelle Moussa Diaby und die Sturmspitze Patrik Schick steht der in Berlin geborene Maza für Klopps Nationalelf nicht zur Verfügung. Bis zur 84. Minute musste Klopp warten, bevor Leverkusens spanischer Coach Carles Martinez erstmals einen Profi einsetzte, der auch für das Team des DFB infrage käme – Jonas Hofmann ist allerdings eher kein Kandidat mehr für die nächsten Länderspiele am 13. und 16. November.
Den Leverkusener Fans war es im Übrigen ziemlich egal, welche Länder die zahlreichen Bayer-Nationalspieler repräsentieren, ob sie für Frankreich antreten wie Diaby, für Tschechien wie Schick, für Argentinien wie der giftige Verteidiger Facundo Medina – oder für Algerien wie Maza. Sie bejubelten nach dem Schlusspfiff nicht nur den Sieg, sondern auch den für ihre Mannschaft glücklichen Ausgang des letzten Spielmoments, als Lucas Höler mit einem Flugkopfball das weit offenstehende Tor verfehlte. Den Ball hatte Matthias Ginter so passend serviert, als wäre er in Wahrheit nicht Innenverteidiger, sondern Flankengott.
Drei Freiburger im Fokus des Bundestrainers: Philipp Treu, Torschütze Derry Scherhant und Yannik Engelhardt
Im nächsten Augenblick war Schluss mit der hochklassigen Partie, und der mitfühlende Schiedsrichter Florian Badstübner sah sich veranlasst, dem sowohl verzweifelt wie erschöpft zu Boden gesunkenen SCF-Kapitän Maximilian Eggestein wieder auf die Beine zu helfen. Ein Unentschieden wäre für die couragierten Freiburger nicht unverdient gewesen, auch wenn die Bayer-Elf das stärkere Team war und vor allem in der zweiten Halbzeit mehr offensive Initiative ergriffen hatte. Bis zu Hölers Kopfball standen die Leverkusener dem 3:1 näher als der SCF dem 2:2.
Eine dieser Extra-Anstrengungen brachte den Siegtreffer, als Maza an der Grundlinie einen schon verlorenen Ball zurückeroberte, anschließend ein freches Solo in den Strafraum unternahm und Schick den Rekordtreffer vorlegte (76. Minute). In allen sechs Liga-Spielen hat der Torjäger getroffen, das gab’s noch nie bei Bayer. „Der zweite Gegentreffer war unnötig und auch nicht gut verteidigt“, klagte Freiburgs Trainer Julian Schuster, bevor er trotzdem noch ein paar Komplimente an sein Team verteilte: „Eine gute Leistung bei einem sehr, sehr guten Gegner, die uns Kraft und Mut für die spannenden Aufgaben in den nächsten Wochen geben sollte.“ Sicher dachte er da schon an den nächsten Sonntag: Dann kommt der FC Bayern ins Breisgau, der an diesem sechsten Spieltag die Tabellenführung von den Freiburgern übernommen hat.
Auch Jürgen Klopp hatte Ermutigendes gesehen. Anders als seine Vorgänger sichtet der Bundestrainer seine Nationalspieler nicht mehr in Leverkusen, sondern in Freiburg. Mit guten Erkenntnissen. Klopps Entdeckung Philipp Treu hatte das 1:0 eingeleitet, Klopps Entdeckung Derry Scherhant war der Schütze (14.), und auch der Neu-Nationalspieler Yannik Engelhardt hatte im Mittelfeld seinen Anteil daran, dass die Freiburger ihrem Gegner lange Zeit standhielten. Doch das von Martinez im spanischen Stil eingekleidete Bayer-Team kommt nach dem verpatzten Saisonstart zusehends besser in Schwung.
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