Autoindustrie: Großer Andrang auf Abfindungen bei BMW
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Autoindustrie Großer Andrang auf Abfindungen bei BMW
15. Oktober 2026, 16:04 Uhr |
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Der Münchner Autobauer will Tausende Jobs streichen und die Mitarbeiter dafür abfinden. Das Interesse ist nun aber so enorm, dass der Konzern erst mal bremsen muss.
Von Stephan Radomsky
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Damit hatte man in der Chefetage des „Vierzylinders“ offenbar nicht gerechnet: Nur eine Woche nachdem BMW rund 40 000 seiner Mitarbeiter die Konditionen für das angekündigte Abfindungsprogramm mitgeteilt hatte, muss der Konzern jetzt offenbar bremsen. Zunächst gab es technische Probleme mit dem Onlineportal mit den individuellen Angeboten, das die vielen Zugriffe aus der Belegschaft nicht mehr verarbeiten konnte. Nun aber wird es angesichts des Andrangs offenbar eng in der Personalabteilung.
Auf Anfrage teilt ein BMW-Sprecher lediglich mit, das Aufhebungsprogramm sei in den vergangenen Tagen „auf großes Interesse“ gestoßen. Darüber hinaus wolle man sich zum weiteren Verlauf aber nicht äußern. Aus Unternehmenskreisen ist allerdings zu hören, dass der massive Andrang in so kurzer Zeit zu praktischen Problemen führe: Wenn ein Mitarbeiter sein Abfindungsangebot annehmen wolle, sei es nicht mit einem Klick getan – dann gehe die eigentliche Arbeit erst los. Es müssten Gespräche mit der Personalabteilung geführt und, falls man sich einig wird, am Ende ein Aufhebungsvertrag vereinbart werden. Um das geordnet zu bewältigen, soll offenbar der Zustrom der eingehenden Anfragen gedrosselt werden. Die normale Arbeit in der Abteilung laufe ja ebenfalls weiter. Zuerst hatte der Bayerische Rundfunk über einen vorläufigen Stopp des Programms berichtet.
Im Rahmen des im Sommer angekündigten Sparprogramms will BMW rund 8000 der bisher etwa 40 000 Stellen im sogenannten indirekten Bereich des Konzerns in Deutschland einsparen. Darunter fallen alle Jobs, die nicht direkt in der Produktion liegen, also etwa Verwaltung, Buchhaltung, Entwicklung und auch Personal. Ein großer Teil dieser Stellen ist am Stammsitz in München angesiedelt – hier dürften entsprechend wohl die meisten Jobs wegfallen. Insgesamt beschäftigte der Konzern hierzulande noch rund 84 000 Menschen. Zuvor hatte der neue BMW-Chef Milan Nedeljković Mitarbeiter wie Investoren mit einer heftigen Gewinnwarnung aufgeschreckt, nur wenige Wochen nachdem er an die BMW-Spitze aufgerückt war.
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