Uefa-Präsident: Ceferin tritt zur Wiederwahl an

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Uefa-Präsident Ceferin tritt zur Wiederwahl an

8. Oktober 2026, 16:33 Uhr | Kommentare

Hatte eigentlich angekündigt, von einer erneuten Kandidatur abzusehen: Alexander Ceferin.
Hatte eigentlich angekündigt, von einer erneuten Kandidatur abzusehen: Alexander Ceferin. Manon Cruz/Reuters

Der Uefa-Boss strebt nach Medienberichten eine vierte Amtszeit an. Möglich ist dies aufgrund einer viel diskutierten Statutenänderung.

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Der Slowene Aleksander Ceferin will im kommenden Jahr offenbar für eine vierte Amtszeit als Präsident der Europäischen Fußball-Union Uefa kandidieren. Wie unter anderem die Sportschau am Donnerstag berichtete, habe der 58-Jährige den Chefs der 55 Uefa-Mitgliedsverbände bei einem Treffen in Berlin mitgeteilt, dass er sich beim Kongress am 22. April in Astana/Kasachstan erneut zur Wahl stelle.

Damit scheidet er auch offiziell als möglicher Gegenkandidat von Gianni Infantino für das Amt des Fifa-Präsidenten aus.

Ceferin hatte beim Kongress vor zwei Jahren in Paris angekündigt, von einer erneuten Kandidatur abzusehen. Vorausgegangen waren Diskussionen um eine Statutenänderung, durch die Ceferins erste Amtsperiode (2016 bis 2019) nach dem Rücktritt von Michel Platini nicht unter die Beschränkung von drei Amtszeiten fällt. Kritiker hatten befürchtet, dass Ceferin dadurch den Weg für eine vierte Amtszeit freimachen wolle. Die Uefa argumentierte, dass die Anpassung aus rechtlichen Gründen notwendig sei.

Im Vorjahr ließ sich Ceferin nach seiner Rückzugsankündigung bei der Versammlung in Belgrad bereits eine Tür offen. Er ist seit 2016 im Amt, öffentlich hat bisher kein anderer Funktionär Interesse am Posten an der Spitze der Uefa bekundet.

Ceferin führt im Machtkampf mit dem Weltverband und dessen Präsident Gianni Infantino die Opposition an, eine Kandidatur für das Präsidentenamt bei der Fifa hatte er unlängst bereits ausgeschlossen. Beim Treffen der europäischen Verbände in Berlin sollte über das weitere Vorgehen inmitten der Krise im Weltfußball beraten werden.

© SZ/dpa/sid – Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.

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