Leute: „Ich finde es fast schon unverschämt“

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Leute „Ich finde es fast schon unverschämt“

20. September 2026, 12:04 Uhr |

Lesezeit: 2 Min.

Bitte nicht fragen: Maria Riesch hat keine Lust mehr zu erklären, warum sie keine Kinder hat.
Bitte nicht fragen: Maria Riesch hat keine Lust mehr zu erklären, warum sie keine Kinder hat. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Maria Riesch möchte ihre Kinderlosigkeit nicht mehr erklären. Désirée Nosbusch rutscht bei 40 Grad auf Glatteis aus. Und Winfried Kretschmann taucht eventuell bald wieder bei Erstipartys auf.

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Maria Riesch, 41, Ex-Skirennläuferin, mag keine Fortpflanzungsursachenforschung. Bis heute müsse sie sich für ihre Kinderlosigkeit rechtfertigen, sagte sie Bild. „Ich finde es fast schon unverschämt, wenn jemand fragt: ‚Hast du Kinder?‘ – ‚Nein.‘ – ‚Wieso denn nicht?‘“ Bei ihr sei die Antwort einfach: „Ich wollte keine.“ Riesch sagte weiter, dass es ja auch Frauen gebe, bei denen es nicht geklappt habe und denen es vielleicht schwerfalle, darüber zu sprechen. „Deswegen finde ich: Diese Frage könnte man sich einfach sparen.“ Ihre Mutter sage manchmal, sie werde das irgendwann bereuen. „Ich glaube es offen gestanden nicht.“ Früher habe sie geglaubt, dass sie nach der Skisport-Karriere eine Familie haben wolle. Doch dann habe sie gemerkt, dass ihr nichts fehlte. „Ich hatte so eine Freude an dieser neuen Freiheit. Erst dachte ich: ‚Wahrscheinlich dauert es ein paar Jahre, bis der Mutterwunsch kommt.‘ Aber er kam nicht.“

Soeren Stache/Soeren Stache/dpa

Désirée Nosbusch, 61, Schauspielerin, wird für ihren Ehrgeiz bestraft. In Los Angeles sei sie zuletzt bei 40 Grad Außentemperatur eislaufen gewesen, um sich für die Dreharbeiten eines Films vorzubereiten. Währenddessen sei sie auf einmal „einfach gefallen“, wie sie in der „NDR Talk Show“ sagte. Dabei habe sie nicht einmal eine Pirouette gedreht oder Ähnliches getan. „Sondern ich wollte einfach aufs Eis drauf und es kam mir eine Dame entgegen, die auch nicht ganz sicher auf dem Eis war, und der wollte ich ausweichen.“ Ihre Ellenbogenfraktur heile nun. „Ich bin auf einem guten Weg.“

Marijan Murat/Marijan Murat/dpa

Winfried Kretschmann, 78, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg, darf unter die Langzeitstudenten gehen. Christoph Schneider, der Rektor der Universität Hohenheim in Stuttgart, überreichte dem Grünen-Politiker beim Festakt zum 250-jährigen Bestehen der Hohenheimer Gärten eine Urkunde, wie es in einer Mitteilung vom Samstag hieß, wonach er nun „Gasthörer auf Lebenszeit“ sein dürfe. Kretschmann hatte von 1970 bis 1975 an der Universität Hohenheim Biologie und Chemie auf Lehramt studiert. Bereits als Student war er den Angaben zufolge politisch engagiert und mehrere Jahre Vorsitzender des Allgemeinen Studentenausschusses (AStA). Das Studium sei für ihn mit vielen Erinnerungen verbunden, sagte Kretschmann, der auch während seiner politischen Laufbahn den Kontakt zu seiner Alma Mater hielt. „Dass meine Frau und ich jetzt lebenslang Gasthörer in Hohenheim sein dürfen, freut mich deshalb sehr“, sagte Kretschmann.

Andrew Medichini/Andrew Medichini/AP/dpa

Leo XIV., 71, Papst, würdigt Athleten mit geistiger Behinderung. Sport zu treiben bedeute, die Früchte harter Arbeit mit Loyalität, Vertrauen, Offenheit, Teamgeist und Mut zu teilen, sagte er am Samstag im Vatikan. „Sie tun all dies und zeigen die Schönheit des Sports auf ganz besondere Weise – den Teilnehmern und Zuschauern der Wettkämpfe sowie allen, die Sie kennen und Ihnen begegnen.“ Leo hatte 150 italienische Teilnehmende der Special-Olympics-Weltwinterspiele 2025 in Turin empfangen. Sport als universelle Sprache überwinde kulturelle, soziale, religiöse und körperliche Unterschiede, sagte er weiter. „Unsere Welt braucht dringend Menschen wie Sie, die alle an die wahren Werte des Lebens erinnern. Männer und Frauen, die durch ihr Beispiel zeigen, dass der Weg des Teilens und der Liebe der einzige ist, der wahrhaftig zu Glück und Frieden führt.“

Christoph Soeder/Christoph Soeder/dpa

Tom Tykwer, 61, Regisseur, sieht Parallelen zwischen heute und gestern. Wie er in der „NDR Talk Show“ sagte, habe er die Dreharbeiten für die neue Staffel der Serie „Babylon Berlin“ intensiv in Erinnerung. Das Team habe eine Reichstag-Plenarsitzung reinszeniert und dafür die Bürgerschaft voll besetzt, sagte Tykwer. „Das Tohuwabohu, was da ausgebrochen ist, und auch die Aggressivität, die von bestimmten Blöcken in die andere Richtung ging, das war so intensiv beim Drehen, dass manche Leute rausgegangen sind, weil ihnen das zu bedrohlich war.“
Tykwer sieht Ähnlichkeiten zum aktuellen politischen Klima. „Jetzt sehe ich die Debatten und auch die Respektlosigkeiten und die Drastik des Ganzen und denke: Leute, wir müssen wirklich aufpassen.“

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