Leute: „Oh Gott, ich halte das nicht aus“

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Leute „Oh Gott, ich halte das nicht aus“

21. Oktober 2026, 12:11 Uhr |

Lesezeit: 2 Min.

Findet die „Cats“-Verfilmung grauenhaft: Judi Dench.
Findet die „Cats“-Verfilmung grauenhaft: Judi Dench. Foto: Mike Blake/Reuters

Judi Dench schämt sich dafür, eine Katze gespielt zu haben. Bryan Adams empfiehlt Bundeskanzler Merz den Rücktritt. Und Christina Applegate lebte jahrelang mit einer falschen Diagnose.

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Judi Dench, 91, Schauspielerin, schämt sich dafür, eine Katze gespielt zu haben. Die Britin nennt den „Cats“-Film eine Verschwendung von Talent. „Oh Gott, ich halte das nicht aus“, schreibt sie in Erinnerung an den Film, den Kritiker komplett verrissen haben. Gleich sechs „Goldene Himbeeren“ gab es dafür. Der Komponist des Musicals, Andrew Lloyd Webber, 78, habe so lange auf die Verfilmung gewartet, schreibt Dench, die in dem Film von 2019 die weise Katze Old Deuteronomy spielt und befindet: „Was für eine Verschwendung von gutem Willen und Talent.“ Berüchtigt ist der Film für seine zahlreichen Computerfehler wie in der Szene, in der die menschliche Hand von Judi Dench mit Ehering zu sehen ist – anstelle einer Katzenpfote. Lloyd Webber war nach eigenen Angaben von dem Film so entsetzt, dass er sich danach einen Hund kaufte.  Regisseur Tom Hooper („The King’s Speech“) hat seit „Cats“ keinen weiteren Film gedreht. Und Judi Dench bilanziert: „Niemand beabsichtigt, eine schlechte Leistung zu bringen oder einen schlechten Film zu machen.“ Aber manchmal klappten Dinge einfach nicht.

Foto: Jordan Strauss/AP

Christina Applegate, 54, Schauspielerin, wurde fünf Jahre lang medizinisch falsch behandelt. Kürzlich habe sie erfahren, dass die 2021 bei ihr festgestellte Krankheit Multiple Sklerose eine Fehldiagnose gewesen sei, sagte sie in ihrem Podcast „Messy“. Erleichterung habe ihr das aber nicht gebracht: „Ich war überhaupt nicht glücklich“, sagte Applegate. Schließlich leide sie weiterhin unter gesundheitlichen Beschwerden – nun aber ohne Diagnose. „Wenn überhaupt, geht es mir in mancher Hinsicht sogar schlechter.“
Die Diagnose vor fünf Jahren sei eine lange erhoffte Erklärung für all ihre Beschwerden gewesen. Bei Multipler Sklerose, einer bislang unheilbaren Erkrankung des zentralen Nervensystems, kommt es immer wieder zu Fehldiagnosen. Die Erkrankung lässt sich nicht durch einen einzelnen Test eindeutig nachweisen.

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Bryan Adams, 66, Rockmusiker, legt dem Kanzler einen Rücktritt nahe. Der Kanadier befindet im Stern:  „Man muss kein Experte sein, um zu erkennen, dass Friedrich Merz kein besonders beliebter Bundeskanzler ist.“ Nach Gesprächen in Deutschland habe er den Eindruck, die Menschen seien von Merz „nicht sonderlich beeindruckt“. Für Adams lässt das offenbar nur einen Schluss zu: „Wenn offensichtlich wird, dass man nicht mehr gewollt ist, sollte man auch wissen, wann es Zeit ist zu gehen. Man verbeugt sich, sagt vielen Dank und überlässt dem Nächsten das Feld.“ Über einen eigenen Abschied von der Bühne denkt der Musiker nicht nach, das hat Adams („Summer of ’69“) in den vergangenen Jahren immer wieder erklärt. In einem Gespräch mit der griechischen Zeitung Kathimerini sagte er, dass die großen, alten Hits der Grund seien, warum er nach mehr als 40 Jahren weiter touren kann.

Foto: Martin Zips

Toni Faber, 64, Wiener Dompfarrer, wird virtueller Trauerredner. Als „Fabertar“ kann man ihn bald für eine persönliche Abschiedsbotschaft buchen, die mittels KI erstellt und bei der Trauerfeier als Video gezeigt wird. „Ich kann nicht alle Begräbnisse dieser Welt halten“, erklärte der beliebte Geistliche bei der Präsentation der Plattform „Lebensstimmen“ in Wien. Er möchte demnach zur Verfügung stehen, wo es keinen Seelsorger oder Redner gibt. Seinen priesterlichen Kollegen wolle er damit aber „in keinster Weise Konkurrenz machen“. Faber geht 2027 in Frühpension, womöglich nicht ganz freiwillig. Angeblich missfällt manchen in der katholischen Kirche sein liberaler Lebenswandel. Einen Widerspruch zur KI-Kritik von Papst Leo XIV. und zu dessen Enzyklika „Magnifica humanitas“ sieht er nicht. Im Fall des „Fabertars“ gehe es nicht um eine gegen Menschen gerichtete Verwendung der Technologie, sondern darum, die Würde eines Menschen zu bewahren, sagte Faber. Zum Start sind Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch vorgesehen, weitere Sprachen sollen folgen.

© SZ/dpa/lot/from – Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.

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Von Martin Zips

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