Promis auf dem Oktoberfest am letzten Tag: Und am Ende bläst Stefan Mross zum Zapf-Streich

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Por Von Philipp Crone — Top – Themen – Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Sport

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Promis auf dem Oktoberfest am letzten Tag Und am Ende bläst Stefan Mross zum Zapf-Streich

5. Oktober 2026, 11:59 Uhr |

Lesezeit: 3 Min.

Andy Knoth/Agency People Image

Last Minute spült der abgesägte Schlagermoderator seinen Frust runter, Mario Gomez verliert im Krüge-Duell und Pocher macht Pocher-Dinge. Freut sich ein letztes Mal aus vollem Gucci-Herzen: die SZ-Wiesn-Promi-Kolumne.

Von Philipp Crone

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Oliver Pocher

Andy Knoth/Agency People Image

W ie kann er das nur machen? Es gibt eindeutige Beweisfotos, die jede Dirndldesignerin in ernsthafte Schwierigkeiten bringen würden, wenn sie derart gekleidet auf die Wiesn käme wie er. Denn nachweislich hat Oliver Pocher, Comedian und Alles-Kommentierer, schon zu Beginn des Oktoberfests beim traditionellen Wiesnbummel von Cathy Hummels den gleichen Look getragen. Vielleicht sogar ein und dasselbe (nicht das gleiche, das geht raus an alle, die dieser Kolumne in den vergangenen zwei Wochen Lateinunterricht erteilen wollten) Hemd und dieselbe Weste. Ebenfalls gleich, fast schon identisch: das Sprüche-Herz, das ihn als Chef ausweist. Neu ist ebenfalls nicht, dass sich der Mann verbal für wenig zu schade ist, was auch das zweite Herz beweist, das Pocher am Sonntagabend erstmals trägt, dessen Aufschrift aber in dieser Kolumne nicht ausgesprochen respektive geschrieben werden soll. Außerdem haben wir das Wort nahezu unkenntlich gemacht. Sicher ist aber: Der Chef von mindestens Tisch 173, wenn nicht dem ganzen Laden, leidet kaum an zu wenig öffentlichem Selbstbewusstsein.

Palina Rojinski und Lorenzo Achatz

Foto: Andy Knoth/Agency People Image

Sinn für Humor und ein bisschen Wurschtigkeit den Fotografen gegenüber am letzten Abend zeigt auch Schauspielerin Palina Rojinski. Bevor hier der Verdacht eines kurzen Turtel-Textes aufkommt: Rojinski trägt ihre Schleife links, wie schon bei den letzten Auftritten auf der Wiesn dieses Jahr, und der Mann links neben ihr ist auch nicht derjenige, der laut Boulevard ihr Partner sein soll. Es ist Lorenzo Achatz, bei Gucci fürs Marketing zuständig, was hier gut zu sehen ist. Eher nicht zuständig ist er hingegen für einen fotogenen Hemdöffnungsgrad. Rojinski hingegen ist sichtlich Posing-Profi, die das Spiel mit der Kamera beherrscht, als da etwa die Regel wäre: Wenn dich ein allzu aufgeknöpfter Cowboy in den Arm nimmt, zeig einfach kurz, was du jederzeit vorziehst, in dem Fall: Herz, Luxus und Schokolade.

Mario Gomez und Joko Winterscheidt

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So gelöst lächelnd hat man den früheren Bayern- und Nationalmannschaftsstürmer Mario Gomez (links) selten gesehen, da könnte Moderator Joko Winterscheidt durchaus einen Anteil dran haben. Pocher hätte sich sicher die Steilvorlage, wer den kleineren oder größeren hat (Krug) wohl nicht entgehen lassen, was bei Winterscheidt am Sonntag im Käferzelt aber nicht ganz sicher ist. Wobei sein Sprüche-Herz auch auf Willen zur absoluten Albernheit hindeutet mit einem den Abend umarmenden: „Es eskaliert eh“. Und das bereits um kurz vor acht, wenn Gomez’ Uhr noch stimmt.

Michael Mittermeier

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Für Michael Mittermeier ist so ein Sprüche-Herz wahrscheinlich am ehesten eine persönliche Beleidigung. Jemand, der einen eigenen Stand-up-Comedy-Laden betrieben hat, der eine Staffel LOL gegen die größte humoristische Konkurrenz gewonnen hat, weil er in der Lage war, bei den besten Gags nicht zu lachen, so jemand soll einen angehefteten Spruch mit sich rumtragen? Wirklich nicht. Die Mittermeiers, Michael und Gudrun, gehen eher nach dem Motto „Es eskaliert eh nicht“ am Samstag ins Käferzelt. Und so einen Gesichtsausdruck wie der Comedian muss man erst einmal hinbekommen dem Boulevard-Fotografen gegenüber: ein breites Lachen, durchzogen mit einer Spur ironischer Distanz zum letzten Abendspiel zwischen den prominenten und den Prominenten-Fotografen.

Stefan Hipp

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Ein ganz anderes Lächeln, das in den vergangenen zwei Wochen durchaus auch oft zu sehen war, ist das von Babynahrungsunternehmer Stefan Hipp, der das Familienunternehmen nun in vierter Generation leitet. So aufrichtig, so fröhlich, so erleichtert lacht nur jemand, der aus vollem Gucci-Herzen dankbar ist dafür, dass ihn der Boulevard am Sonntagabend im Weinzelt noch kennt und sogar erkennt, trotz Hemdöffnungsgrad wie im Nebenzelt Rojinskis Begleiter.

Stefan Mross und Eva Luginger

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Es ist natürlich alles andere als Zufall, dass am Ende der diesjährigen Wiesnpromi-Kolumne, die seit zwei Jahren erfolglos nach einem standesgemäßen Namen sucht, ein Trompeter zu sehen ist. Mit keinem anderen Instrument kann man wohl besser abschließen. Ein Solo zum Zapf-Streich. Stefan Mross ist ohnehin gerade im Abschiedsschmerz, nachdem die Schlagersendung „Immer wieder sonntags“ Anfang September eingestellt wurde, die er die vergangenen 21 Jahre lang moderiert hatte. Partnerin Eva Luginger und Mross benötigen ebenfalls keine Spaß-Insignien wie Sprüche-Herzen oder noch albernere Accessoires, sie kommen einfach immer schlagermäßig-makellos. Und sie wissen ja, die Wiesn wird nicht eingestellt, sie kommt im nächsten Jahr als 192. Ausgabe zurück, vielleicht dann begleitet von einer namhaften Kolumne, von einem eigenen Käferzelt-Geranien-Insta-Account, von wieder vielen Söhnen von und Töchtern von und vielleicht auch von diesem Autor, der sich nun aber erst mal auf 348 Tage Oktoberfestiade freut.

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