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Pop Im Saal: eine definitive Stille

19. Oktober 2026, 14:54 Uhr |

Lesezeit: 3 Min.

„Gott existiert wirklich, kein Witz“: Cameron Winter.
„Gott existiert wirklich, kein Witz“: Cameron Winter. Foto: Janus Films

Der Piano Man seiner Generation: „Geese“-Frontmann Cameron Winter veröffentlicht mit „Live at Carnegie Hall“ das womöglich bewegendste Album des Jahres.

Von Thore Rausch

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E in alter Witz geht so: Wie kommt man in die legendäre Musikhalle Carnegie Hall? Üben, üben, üben. Alternative: Man nimmt sie, vollständig und ohne Gefangene zu machen, für sich ein, kriecht in die Seelen und Herzen der Anwesenden, und später weiter ins Nervenzentrum jener, die diesen magischen Abend auf der immerhin ebenfalls brillanten Aufnahme nachhören müssen. Cameron Winter tupft also ein paar Akkorde in die Szenerie, und dann stimmt er einen ersten Ton an, und das war’s mit den Witzen übers Üben. Seine Stimme erinnert an einen Cellisten, der den Bogen mit ganzer Kraft über die Saiten zieht, als wolle er einen Baumstamm zersägen, und mit dieser Stimme taucht er noch den letzten Quadratzentimeter des Raums in ein tiefes, dunkelstrahlendes Blau.

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