Leute: Männer, hört die Signale!
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Leute Männer, hört die Signale!
23. September 2026, 13:19 Uhr |
Lesezeit: 3 Min.

Sylvie Meis ist genervt von Männern, die flirtende Frauen nicht erkennen. Wolke Hegenbarth freut sich über ihr abgesoffenes Handy. Und Agnostiker Reinhard Mey führt Koalitionsgespräche mit Gott.
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Sylvie Meis, 48, Moderatorin, diagnostiziert Männern eine Signalstörung. Ihr zufolge seien Männer viel zu zögerlich und unaufmerksam beim Flirten. „Gefühlt brauchen sie eine Stunde lang 30 klare Signale, bis sie verstehen, dass eine Frau an ihnen interessiert ist. Ich finde ja, dass einmal Hinschauen genügen sollte, um zu verstehen, was los ist“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Aber Männer achteten oft nicht auf die entsprechenden Hinweise. Meis habe das genau analysiert. „Man muss sich durch die Haare fahren, drei Sekunden länger hinschauen, wieder wegschauen und ein bisschen kichern – und erst dann versteht ein Mann, dass er sie ansprechen darf“, sagte sie. „Dafür habe ich überhaupt keine Zeit. Das ist mir viel zu langweilig.“ Wenn sie einen Mann gut finde, dann spreche sie ihn einfach direkt an. Für die andere Variante sei ihr die „Zeit zu kostbar“.

Wolke Hegenbarth, 46, Schauspielerin, schont ihren Handynacken. Ihren letzten Urlaub habe sie ohne Smartphone verbracht, wie sie der Bunten sagte, auch wenn dies zunächst nicht geplant gewesen sei. „Das Handy ist mir in den Pool gefallen und ich war plötzlich offline“, sagte sie. Die folgenden vier Wochen habe sie daraufhin ohne soziale Medien verbracht. „Eine Befreiung“, sagte Hegenbarth dazu. „Sonst schleppst du immer dieses zweite Gehirn mit dir herum und bist nie ganz präsent.“ Andererseits könne man mit dem Handy von überall aus arbeiten, sagte sie. „Aber insgesamt kann ich sagen, dass ich ohne Handy glücklicher bin. Komplett im Hier und Jetzt.“ Ein Detox von den sozialen Medien sei sowieso geplant gewesen: „Einfach nur eine Stunde online sein, statt wie sonst den lieben langen Tag, hatte ich mir gewünscht.“

George Lucas, 82, Regisseur, baut lieber auf Steine als auf noch mehr Filme. „Als ich dies machte, entschied ich mich, mich aus der Filmproduktion zurückzuziehen“, sagte er in der Sendung „CBS Sunday Morning“ über den Entschluss, in Los Angeles sein „Lucas Museum of Narrative Art“ errichten zu lassen. „Das war eine große Sache, denn ich hatte noch drei weitere ‚Star Wars‘-Filme zu drehen. Aber mir wurde klar, dass mir die Zeit davonlief, und ich wollte dieses Museum unbedingt machen.“ Er sei jetzt 82, es gebe also ein Limit. Das „Lucas Museum of Narrative Art“ eröffnete diese Woche im Exposition Park in Los Angeles. Auf gut 9 000 Quadratmetern werden mehr als 40 000 Werke ausgestellt. Der Kern stammt aus dem Privatbesitz von Lucas. Gezeigt werden Gemälde von Frida Kahlo, Diego Rivera, Maxfield Parrish und Norman Rockwell. Es finden sich dort außerdem Comics, Manga-Zeichnungen, Filmplakate und Wandmalerei.

Reinhard Mey, 83, Liedermacher, wäre gern in Gottes Hand. „Ich bin bekennender Agnostiker, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht“, sagte er der FAZ. „Aber auch für einen finsteren Heiden ist das eine schöne Vorstellung: Es kann dir gar nichts passieren, du liegst in Gottes Hand.“ Im neuen Studioalbum „Schatzhauser“ zitiert er auch Psalm 23. An diesem könne man sich festhalten, „selbst als Agnostiker“, so Mey.

Brad Pitt, 62, Schauspieler, schwärmt von Frankreich. „Frankreich bleibt meine zweite Heimat“, sagte er der französischen Zeitung Le Parisien. Er beobachte alles aus der Ferne und mache sich Sorgen, wenn es im südfranzösischen Var, das zwischen Marseille und Cannes liegt und wo Pitt ein Anwesen hat, Brände gebe. Das ändere aber nichts an seiner Verbundenheit zur Region. „Ich liebe diese Gegend und die Gemeinschaft der Menschen, die dort leben“, sagte er. „Sie sind sehr solidarisch, sie helfen sich untereinander. Freundschaft hat dort eine echte Bedeutung. Und wie schön ist es dort!“ Die Ecke, in der er in Frankreich wohne, sei sehr friedlich. „Ich mag die Momente des Alleinseins, die ich in den Wäldern dort verbringe.“ Natürlich gefalle ihm auch die örtliche Küche. „Das Leben dort ist sanft und langsam, was ich enorm schätze. In unseren Berufen sind wir dauerhaft am Rennen. Ich mag es wirklich, einen Gang runterzuschalten und im Var zu sein.“

Lukas Rietzschel, 32, Literatursommelier und Autor, teilt den flüssigen Anteil seines Preises. Als diesjähriger Preisträger des „Rheingau Literatur Preises“ hat er 11 111 Euro gewonnen, und darüber hinaus 111 Flaschen Riesling. „Weil es eigentlich unmöglich ist, so viele Flaschen Wein allein zu trinken, dachte ich mir, ich frage mal nach, ob wir ein Weinfest veranstalten können“, sagte er nun auf Instagram und teilte mit, für diesen Zweck das Literaturhaus Magdeburg gefunden zu haben. „Kommt nach Magdeburg, ihr zahlt da einen Spendenbetrag, könnt den Wein austrinken mit mir“, sagte er zu seinen Followern. Das Geld würde gemeinnützigen Vereinen in Sachsen-Anhalt zugutekommen, sagte Rietzschel, und ließ zu diesen Worten das aktuelle Landtagswahlergebnis einblenden. „Die können es brauchen.“
© SZ/dpa/KNA/lask – Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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