Journalismus: Und wieder rückt die Staatsmacht an

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Journalismus Und wieder rückt die Staatsmacht an

13. Oktober 2026, 15:09 Uhr |

Lesezeit: 4 Min.

Polizisten bewachen am 10. Dezember 1962 den Eingang zu den Dokumentationsräumen der „Spiegel“-Redaktion.
Polizisten bewachen am 10. Dezember 1962 den Eingang zu den Dokumentationsräumen der „Spiegel“-Redaktion. Lothar Heidtmann/dpa

Eine Staatsanwaltschaft, die eine Zeitung durchsuchen will? Die Aufregung um das Beschlagnahmen von Unterlagen bei der „Zeit“ lässt sich nicht ohne die deutsche Pressegeschichte und die „Spiegel“-Affäre verstehen.

Von Willi Winkler

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D ie Sternstunde der Pressefreiheit begann bei Nacht und Nebel. Schauplatz war das Hamburger Pressehaus, in dem damals der Stern, der Spiegel, die defizitäre Zeit sowie die Zeitung Hamburger Echo untergebracht waren. Heute residiert dort die viel größere gewordene Zeit allein. Nach Jahr und Tag fiel jetzt ein Abglanz jener mythischen Stunde vor 64 Jahren auf sie, als am Montag die Staatsanwaltschaft erschien und kategorisch die Herausgabe von Tonbändern verlangte.

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