„International Panel on Inequality“: Deutsche Wissenschaftler fordern Welt-Ungleichheitsrat

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„International Panel on Inequality“ Deutsche Wissenschaftler fordern Welt-Ungleichheitsrat

22. September 2026, 17:07 Uhr |

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Der Münchner Soziologie-Professor Fabian Pfeffer hat den offenen Brief initiiert. Er plädiert für mehr internationale Zusammenarbeit bei der Ungleichheitsforschung.
Der Münchner Soziologie-Professor Fabian Pfeffer hat den offenen Brief initiiert. Er plädiert für mehr internationale Zusammenarbeit bei der Ungleichheitsforschung. Paul Dittmann

Nobelpreisträger Joseph Stiglitz wirbt seit Langem für ein solches Gremium. Nun unterstützen Professorinnen und Professoren aus Deutschland das Vorhaben – mit einem offenen Brief an Friedrich Merz.

Von Lea Hampel

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Bereits seit rund einem Jahr wirbt der frühere Chefökonom der Weltbank und Nobelpreisträger für Wirtschaft Joseph Stiglitz für einen Welt-Ungleichheitsrat, einen „International Panel on Inequality“ (IPI) nach dem Vorbild des Weltklimarates IPCC. Nun schließen sich deutsche Professorinnen und Professoren der Forderung an. Sie richten dazu einen offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der der SZ vorab vorliegt. Es gehe darum, mit einer solchen Institution „Erkenntnisse aus der internationalen Forschung zusammentragen, Datenlücken sichtbar machen und Regierungen eine belastbare Grundlage für ihre Entscheidungen geben“ zu können, schreiben sie. Die Bekämpfung hoher Ungleichheit könne dazu beitragen, Deutschlands wirtschaftliche Kräfte zu entfalten und seine Demokratie gegen extremistische Kräfte zu stärken. Dabei betonen sie die Neutralität einer solchen Institution. Sie solle „keine Politik vorgeben, sondern unabhängig und mit wissenschaftlicher Freiheit untersuchen, wie Ungleichheit entsteht, welche Folgen sie hat und welche politischen Maßnahmen nachweislich wirken“.

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