Ermittlungen nach dem Großeinsatz in Nürnberg: Entführungsalarm am Flughafen: War es ein Tippfehler?

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Ermittlungen nach dem Großeinsatz in Nürnberg Entführungsalarm am Flughafen: War es ein Tippfehler?

14. Oktober 2026, 11:57 Uhr

Die aus Korfu kommende Maschine der Fluggesellschaft Corendon steht auf dem Nürnberger Flughafengelände.
Die aus Korfu kommende Maschine der Fluggesellschaft Corendon steht auf dem Nürnberger Flughafengelände. Foto: Daniel Löb/dpa

Ein defektes Funkgerät und ein womöglich falsch eingegebener Code: Ein Flugzeug wird bis Nürnberg von Eurofightern begleitet. Was mutmaßlich hinter dem Alarm steckte.

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Ein Tippfehler im Cockpit soll laut Polizei den Entführungsalarm und Großeinsatz am Flughafen Nürnberg ausgelöst haben. Der Pilot der Maschine habe nach aktuellen Ermittlungen einen Funkausfall melden wollen und dabei versehentlich den Code für eine Flugzeugentführung eingegeben, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben der Polizei war zudem das Funkgerät der Boeing 737-800 defekt. Die Crew war nach dem Start auf der griechischen Insel Korfu deshalb nicht mehr zu erreichen. Statt des Codes für einen Funkausfall sendete der Transponder die 7500, das Signal für eine Entführung.

Dem Piloten sei der mutmaßliche Fehler wohl nicht bewusst gewesen, sagte Polizeisprecher Michael Petzold. Ein einmal gesendeter Code könne nicht mehr zurückgenommen werden. Gegen den Piloten ermittle die Polizei aber nicht, da er mutmaßlich nicht absichtlich gehandelt habe.

Ein Eurofighter (l, oben) begleitet ein von der griechischen Insel Korfu kommendes Flugzeug.
Ein Eurofighter (l, oben) begleitet ein von der griechischen Insel Korfu kommendes Flugzeug. Foto: Volker Weidinger/dpa
Entwarnung in Nürnberg: Einsatzkräfte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) verlassen in einem gepanzerten Fahrzeug das Flughafengelände.
Entwarnung in Nürnberg: Einsatzkräfte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) verlassen in einem gepanzerten Fahrzeug das Flughafengelände. Foto: Tizian Gerbing/dpa

Wegen des Alarms waren am Dienstag in Nürnberg unter anderem eine Verhandlungsgruppe, die für den Kontakt mit Entführern geschult ist, und das Unterstützungskommando (USK) der bayerischen Polizei im Einsatz. Bereits im kroatischen Luftraum hatten Militärflugzeuge die Maschine begleitet. Abfangjäger des österreichischen Bundesheeres wurden alarmiert. Im deutschen Luftraum eskortierten zwei Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74 das Flugzeug bis Nürnberg.

Zwischen Notsignal und Landung sei den Einsatzkräften weniger als eine Stunde geblieben, um zu reagieren, sagte Petzold. „Es war schon eine extrem hervorragende Leistung.“ Die Polizei sei in kürzester Zeit auf den schlimmsten Fall vorbereitet gewesen.

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