Traumapsychologin: „Man kann vom Verhalten der Betroffenen nicht darauf schließen, was passiert ist“
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Traumapsychologin „Man kann vom Verhalten der Betroffenen nicht darauf schließen, was passiert ist“
10. Oktober 2026, 11:24 Uhr |
Lesezeit: 5 Min.

Jane Doe wurde an der Cornell University mutmaßlich von mehreren Männern vergewaltigt. Manche werfen ihr vor, „widersprüchlich“ gehandelt zu haben. Doch gibt es überhaupt ein typisches Verhalten in solchen Fällen?
Interview von Joshua Beer
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A ls Jane Doe ihren Mitbewohnerinnen am Morgen des 20. Oktobers 2024 erzählte, was die Nacht zuvor geschehen war, vermied sie Worte wie „Vergewaltigung“ und „Übergriff“. Sie sagte nur, sie habe auf einer Verbindungsparty Drogen genommen und Sex mit mehreren Männern gehabt. Doch sie habe „unter Schock“ gestanden, sagten die Mitbewohnerinnen später der Campus-Polizei der Cornell University. Das geht laut der New York Times aus internen Ermittlungsdokumenten der US-Eliteuniversität hervor. Diesen September reichte die Frau, die öffentlich unter dem Platzhalternamen „Jane Doe“ bekannt ist, Zivilklage gegen ebenjene Männer ein: Sie wirft den sieben damaligen Studenten vor, sie vergewaltigt zu haben. Die Beschuldigten streiten jedes Fehlverhalten ab.
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Proteste nach Vergewaltigungsvorwürfen an US-Elite-Uni : Wie „I am Jane Doe“ die „Me Too“-Bewegung wiederbelebt
Zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der Cornell University gehen landesweit Tausende auf die Straße. Sie eint die Wut auf ein System, in dem Täter noch immer kaum Konsequenzen fürchten müssen.
Von Ann-Kathrin Nezik
Fonte: Top – Themen – Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Sport