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Finanzmärkte Bangen vor den Bonds

9. Oktober 2026, 15:48 Uhr |

Lesezeit: 6 Min.

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Warum die Staatsschulden zu einem immer größeren Problem werden.
Warum die Staatsschulden zu einem immer größeren Problem werden. Imago / Westlight / Zoonar, Bearbeitung: SZ

Frankreich zahlt höhere Zinsen für seine Anleihen als das einstige Krisenland Griechenland, die globalen Staatsschulden liegen auf Rekordniveau. Es droht ein Showdown zwischen Politik und Finanzmärkten – mit ungewissem Ausgang.

Von Gunnar Herrmann und Markus Zydra, Frankfurt/München

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An den internationalen Anleihemärkten sind die „Bond Vigilantes“ zurück – jene Finanzpolizei, die spendierfreudigen Regierungen durch höhere Zinsen das Schuldenmachen vergällt. Den Begriff ersann der US-Ökonom Ed Yardeni im Jahr 1983: „Vigilantes“ heißt auf Deutsch „Bürgerwehr“ – Yardeni beschrieb eine Art Marktjustiz: Investoren an den Bondmärkten sind mächtig genug, um Regierungen in die Knie zu zwingen. James Carville, Chefstratege von Präsident Bill Clinton, brachte es so auf den Punkt: „Früher dachte ich, ich möchte als Präsident oder Papst wiedergeboren werden – heute will ich als Anleihemarkt wiederkommen. Denn als Bondmarkt kann man jeden einschüchtern.“

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