VDMA: Maschinenbau-Verband korrigiert Prognose deutlich nach unten

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VDMA Maschinenbau-Verband korrigiert Prognose deutlich nach unten

17. September 2026, 8:32 Uhr |

Lesezeit: 1 Min.

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Für den deutschen Maschinenbau endet das Jahr dann doch enttäuschend.
Für den deutschen Maschinenbau endet das Jahr dann doch enttäuschend. Marijan Murat/dpa

Der Verband rechnet für 2026 mit einem realen Rückgang der Produktion um zwei Prozent. Es wäre der vierte Rückgang in Folge.

Von Elisabeth Dostert, München

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Das nennt man dann wohl Stimmungsumschwung. Der Maschinenbau-Verband VDMA revidiert seine Prognose für das Jahr 2026 deutlich. Er rechnet nun mit einem Rückgang der Produktion um real zwei Prozent. Das wäre dann der vierte Rückgang in Folge. Die Produktion war in den ersten sieben Monaten so schwach, dass sich das Minus von real 4,1 Prozent nicht mehr ausbügeln lässt.

Es ist die zweite Korrektur in diesem Jahr. Ende Juni 2026 hatten die Volkswirte nur noch mit einer Stagnation gerechnet. Die erste Prognose für 2026 hatte der Verband Mitte September 2025 gewagt. Damals rechnete er mit einem Plus von real einem Prozent. Die Prognose hielt sich viele Monate, noch auf der Hannover Messe im April wurde sie bestätigt.

Für 2027 zeichne sich eine Trendwende ab, heißt es in der Mitteilung vom Donnerstag. Der VDMA erwarte ein Plus von drei Prozent. Dafür sprächen die bessere Auftragslage und die leicht aufgehellten Erwartungen, wird Chefvolkswirt Johannes Gernandt zitiert. Der Optimismus lässt sich auch in Zahlen fassen. Die preisbereinigten Auftragseingänge legten in den ersten sieben Monaten 2026 um fünf Prozent zu, wobei besonders viele Aufträge aus Nicht-Euro-Ländern kamen. Auch die Geschäftserwartungen haben sich zuletzt leicht aufgehellt.

Die erwartete Erholung bleibe jedoch mit „erheblichen Risiken“ behaftet. Hohe geopolitische Unsicherheit, das erhöhte Zinsniveau und die anhaltend schwache Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland könnten die Trendwende gefährden, heißt es.

Die EU-Kommission habe den Ernst der Lage in der europäischen Industrie noch nicht verstanden, kommentierte VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann schon am Vortag die Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Lage der Union. „Europa braucht Maßnahmen, die den Industriestandort dauerhaft stärken, und zwar sofort“, fordert Brodtmann.

Der VDMA korrigierte am Donnerstag auch seine Angaben für das Jahr 2025. Zuletzt hatte er den Rückgang in der Produktion auf 2,2 Prozent beziffert. Nach der aktualisierten Datenauswertung lag der Rückgang dann doch nur bei 1,3 Prozent. 2024 war die Produktion um real fast sieben Prozent eingebrochen.

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