Prozess in Hamburg: Verteidigung: „Nordstream war von Anfang an eine Waffe“
Por Von Ulrike Nimz, Hamburg — Top – Themen – Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Sport
Prozess in Hamburg Verteidigung: „Nord Stream war von Anfang an eine Waffe“
14. Oktober 2026, 14:16 Uhr |
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Ist die Sprengung einer Gaspipeline ein Kriegsverbrechen oder ein legitimer Akt eines angegriffenen Landes? Über einen Prozess in Hamburg, den es in dieser Art noch nicht gegeben hat.
Von Ulrike Nimz, Hamburg
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D er politisch bedeutsamste Prozess des Jahres beginnt, Stunden bevor die Verhandlung eröffnet ist, mit einer Kundgebung vor dem Gerichtsgebäude. Mitglieder des deutsch-ukrainischen Vereins „Vilni de Ua“, viele von ihnen Geflüchtete, haben sich mit einem Transparent neben dem Eingang postiert. „Sollte die Ukraine fallen, wird Russland zu uns kommen“, steht darauf. Als am 26. September 2022 gigantische Gasblasen die Ostsee vor der dänischen Insel Bornholm aufwühlten, drei der vier Nord-Stream-Pipelines nach Explosionen zu kaputt waren, um noch billiges russisches Gas nach Europa zu bringen, war das für diese Demonstranten kein Kriegsverbrechen, sondern ein Akt der Verteidigung.
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