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Leute Endlich bei den Coolen

9. Oktober 2026, 15:51 Uhr |

Lesezeit: 2 Min.

Politiker zu sein, sei nicht cool, sagte Habeck. Aber natürlich wichtig und bedeutsam.
Politiker zu sein, sei nicht cool, sagte Habeck. Aber natürlich wichtig und bedeutsam. Foto: Henning Kaiser/dpa

Robert Habeck fühlt sich als Schriftsteller freier als in der Politik. Silvia von Schweden lässt eine Holzstatue auf den Fuß einer Unternehmerin fallen. Und „Backstreet Boys“-Sänger Nick Carter ist beseelt vom Kölner Dom.

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Robert Habeck, 57, Schriftsteller, hat die Schulhofseite gewechselt. Als Autor zu arbeiten, sei cooler als in der Politik, weil man freier und persönlich ungebundener sei, sagte Habeck bei einer Lesung auf der Frankfurter Buchmesse. „Nur eben verzichtet man dann auf die Möglichkeit, die Dinge zu bestimmen.“ Politiker zu sein, sei nicht cool, aber bedeutsam und wichtig. „Man hat halt, wenn es gut läuft, sehr viel Macht und sehr viele Möglichkeiten und das Privileg, in seiner Zeit die Dinge ein Stück weit so zu beeinflussen, wie man denkt, dass sie richtig sind.“ Damit gehe eine große Verantwortung einher und natürlich auch eine öffentliche Ausgesetztheit. Er wünsche allen, die überlegten, die Dinge besser machen zu wollen, viel Erfolg: „Auf kommunaler Ebene, oder wenn jemand Bundeskanzler von Ihnen werden möchte, da wird wahrscheinlich bald ein Job frei.“

Die mutmaßliche Unfallverursacherin und Monarchin (links hinten), die mutmaßlich zehgeschädigte Unternehmerin (Mitte, im weißen Blazer), und das mutmaßliche Tatwerkzeug (Holzstatue, Mitte vorn), das eine Zeugin gerade wieder aufhebt.
Die mutmaßliche Unfallverursacherin und Monarchin (links hinten), die mutmaßlich zehgeschädigte Unternehmerin (Mitte, im weißen Blazer), und das mutmaßliche Tatwerkzeug (Holzstatue, Mitte vorn), das eine Zeugin gerade wieder aufhebt. Foto: Felix Kästle/dpa

Silvia, 82, Königin von Schweden, gefährdet Preisträgerfüße. Die Monarchin sollte bei einem Besuch auf der Insel Mainau den ersten Zukunftspreis der Mentor-Stiftung Deutschland an Monika Brandt, 77, Unternehmerin des gleichnamigen Zwieback-Konzerns, überreichen. Als die Monarchin gemeinsam mit Stiftungsvorstand Bettina Gräfin Bernadotte die Trophäe – eine Holzstatue – enthüllen wollte und das Tuch darüber anhob, rutschte sie weg, fiel vom Podest und auf den Fuß von Brandt. Die verzog das Gesicht und sagte: „Die ist schwer.“ Silvia wiederum schien die Situation unangenehm zu sein, sie musste lachen. Den Preis der Stiftung, die sich für Jugendliche einsetzt, nahm Brandt nach dem Patzer dennoch entgegen.

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Nick Carter, 46, Sänger der Backstreet Boys, zeigt sich von hochgotischer deutscher Baukunst angetan. Auf Instagram postete er ein Foto von sich, dem Kölner Dom und dem Kölner Sonnenuntergang. Dazu schrieb er: „Wir haben den Dom in Köln besucht, als wir in Deutschland waren, und es war magisch.“ Er habe „eine Menge Musik“ für sein neues Solo-Album aufgenommen und der Dombesuch habe ihn dazu inspiriert, dieses Foto mit einem der Songs zu teilen: „Heaven can Wait“. Die Backstreet Boys hatten zuletzt eine Konzertserie in Düsseldorf gespielt. Entsprechend viel Zeit verbrachten sie im Rheinland.

„Playboy“-Gründer Hugh Hefner mit seiner damaligen Ehefrau Crystal Harris im Juni 2011.
„Playboy“-Gründer Hugh Hefner mit seiner damaligen Ehefrau Crystal Harris im Juni 2011. Foto: Daniel Deme/dpa

Crystal Harris, 40, Witwe des verstorbenen Hugh Hefner, warnt vor der Mitwirkung in einem geplanten „Playboy“-Film. „Bitte überdenke, Hugh Hefners ‚Ehefrau‘ zu spielen, wenn dieser Film ihn oder die Playboy-Welt romantisieren will“, schrieb Harris in einer privaten Nachricht an Schauspielerin Jessica Biel, 44. Einen Screenshot der Nachricht veröffentlichte Harris auf Instagram. Biel soll in dem Film „Playmates“ von Regisseurin Lorraine Nicholson die Ehefrau von Hugh Hefner spielen, allerdings keine bestimmte. Der Playboy-Gründer war mehrmals verheiratet, mit Harris von 2012 bis zu seinem Tod im Jahr 2017. „Ich war wirklich seine Frau und ich habe in dieser Beziehung sexuellen, emotionalen, finanziellen und körperlichen Missbrauch erlebt“, schrieb Harris in ihrer Nachricht. „Viele andere Frauen haben Vorwürfe wegen Vergewaltigung, Nötigung, Betäubung mit Drogen und Ausbeutung erhoben.“ Sie hoffe, dass alle, die an dem Film beteiligt sind, „sich die Zeit nehmen, den Frauen zuzuhören, die das alles erlebt haben, bevor sie Hollywood helfen, es in Nostalgie zu verwandeln“.

Foto: Georg Wendt

Hubertus Meyer-Burckhardt, 70, NDR-Moderator, hat sich in seiner Jugend wegen Gewalterfahrungen ins Lesen geflüchtet. „Mir fehlte die Sorglosigkeit, weil ich einen gewalttätigen Vater hatte“, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung. Der habe ihn „rituell“ verprügelt. „Rituell heißt aus Gewohnheit. Wenn er ein paar Flaschen Bier intus hatte, hat er meine Lateinvokabeln abgefragt. Er hatte eine Reitpeitsche mit Silberknauf.“ Beistand und Hilfe habe Meyer-Burckhardt damals in seiner Buchlektüre gefunden: „Ich hatte Sehnsucht nach Orientierung. Das gab es bei mir nicht, also habe ich mir Literaten als väterliche Freunde gesucht, und Literatinnen als mütterliche.“ Der Moderator betonte, es gebe keinen Grund, sich mit einer derartigen Situation abzufinden: „Wenn jemand Gewalt in einer Familie ausübt, muss er zur Therapie und unter Umständen auch vor den Staatsanwalt.“ Deswegen müsse man darüber reden.

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