Oktoberfest: Wenn Sie die Wiesn verpasst haben: Das waren die schönsten Momente
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Oktoberfest Wenn Sie die Wiesn verpasst haben: Das waren die schönsten Momente
5. Oktober 2026, 12:06 Uhr |
Lesezeit: 2 Min.

Ein grüner Oberbürgermeister hat Premiere, die Sonne strahlt fast ununterbrochen – und am Ende funkeln die Wunderkerzen. Ein Rückblick auf das Oktoberfest, das in diesem Jahr irgendwie anders war.
Von Jacqueline Lang und Lilly Zerbst
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Der Run auf die Zelte – dieses Mal mit Verspätung

Die Lust auf die Wiesn, sie zeigte sich auch in diesem Jahr bei dem Ansturm auf die Zelte, kaum dass das Gelände am ersten Oktoberfesttag geöffnet wurde. Der Run begann heuer mit etwas Verzögerung: Grund war einerseits ein Fahrzeug, das offenbar um 9 Uhr noch nicht das Gelände verlassen hatte. Andererseits hatte sich die Stadt im Sinne ihres neuen Sicherheitskonzepts dafür entschieden, nicht mehr alle gleichzeitig loslaufen zu lassen. Bei jenen, die schon in den Zelten waren, sorgte das kurz für Verwunderung, aber letztlich waren die Zelte natürlich trotzdem rappelvoll – und das nicht nur am ersten Wiesnsamstag.
Premiere für Oberbürgermeister Dominik Krause

Der neue Münchner Oberbürgermeister hat seine Premiere bei der Eröffnung der Wiesn mit Bravour bestanden: Nach nur zwei Schlägen und ganz ohne spritzenden Schaum konnte Dominik Krause (Grüne) das lang ersehnte „Ozapft is!“ ausrufen und damit das 191. Oktoberfest eröffnen. Wie immer stand dem Oberbürgermeister der bayerische Ministerpräsident zur Seite. Viele hatten diesen Moment mit Spannung erwartet: Würde Krause unter dem prüfenden Blick von Markus Söder (CSU) nervös werden, würde es kleine Frotzeleien geben? Am Ende geschah nichts dergleichen, von Söder gab es sogar Lob für Krauses Leistung und große Eintracht.
Eine besondere Achterbahnfahrt

Noch einmal sah man Münchens Oberbürgermeister und den Ministerpräsidenten gemeinsam auf der Wiesn: Als sie mit einer Achterbahnfahrt auf dem Olympia Looping feierten, dass die Stadt München zur deutschen Olympia-Bewerberin gewählt worden war.
Fast 16 Tage Sonnenschein

Eine Woche schönes Wetter, eine Woche Regen – so könnte man das typische Wiesnwetter der vergangenen Jahre zusammenfassen. Ganz anders dieses Jahr: Fast durchweg schien die Sonne bei warmen 20 bis 24 Grad. Kein Wunder also, dass im Fundbüro heuer kaum Regenschirme abgegeben wurden.

Ein wichtiges Accessoire war stattdessen fast an allen Tagen die Sonnenbrille. Auch den Bedienungen in den stets vollen Biergärten dürften blauer Himmel und Sonnenschein in die Karten gespielt haben. Und ja, die Verantwortlichen gehen sogar davon aus, dass das gute Wetter auch einen positiven Effekt auf die Stimmung der Besucherinnen und Besucher hatte.
Ein blauer Himmel voller Luftballons

Das Platzkonzert am Fuße der Bavaria – seit 1985 gehört es fest zum Wiesn-Programm und wird alljährlich von den Wiesnwirten organisiert. Auch in diesem Jahr war es mit seinen 300 Blasmusikerinnen und -musikern ein Highlight der Wiesn. Traditionell dürfen immer mehrere Personen bei einem Lied den Takt angeben, heuer unter anderem Oberbürgermeister Dominik Krause, Wiesnchef Christian Scharpf, Wiesnstadträtin Anja Berger und Bräurosl-Wirtin Franziska Reichert.
Mit dem Chaos-Pendel abheben

Für Momente voller Adrenalin sorgten in diesem Jahr neue Fahrgeschäfte-Highlights: Mit gleich zwei aneinander hängenden Rotationsarmen schwingt das Chaos-Pendel Fahrgäste besonders chaotisch in bis zu 45 Meter Höhe. Näher am Boden – und damit nicht weniger schwindelerregend – ist der neue „Shake & Roll“. Er dreht und windet sich wie der Wiesn-Klassiker „Breakdance“. Zusätzlich schwingt aber auch jede Kabine frei und überschlägt sich während der Fahrt fast dauerhaft.
Das Finale

16 Tage Wiesn-Wahnsinn, sie sind rum. Und je nachdem, wen man fragt – Bedienungen, Gäste, Wirte, Schausteller – dürfte die Antwort darauf, ob das ein Glück ist oder Grund zur Trauer, wohl ein wenig anders ausfallen. Allen, die jetzt dem Wiesn-Blues verfallen, weil sie gar nicht mehr wissen, was sie machen sollen, so ohne Bierbank, Mass, Hendl und gebrannte Mandeln, sei gesagt: In 348 Tagen geht es schon wieder los, das Oktoberfest 2027. Denn letztlich ist nach der Wiesn ja bekanntlich auch immer vor der Wiesn.
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