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Theater Theater wie Netflix, nur besser

29. September 2026, 17:48 Uhr |

Lesezeit: 6 Min.

Therapiesitzung gescheiterter Helden der Antike (v.l.): Iason (Devid Striesow), Medea (Lina Beckmann), ihr verkrüppelter Bruder Absyrtos (Kristof Van Boven) und der Vater der beiden, König Aietes (Sebastian Blomberg).
Therapiesitzung gescheiterter Helden der Antike (v.l.): Iason (Devid Striesow), Medea (Lina Beckmann), ihr verkrüppelter Bruder Absyrtos (Kristof Van Boven) und der Vater der beiden, König Aietes (Sebastian Blomberg). Foto: Monika Rittershaus

Karin Beier setzt am Deutschen Schauspielhaus Hamburg ihre Antikenserie fort – mit Roland Schimmelpfennigs Argonauten-Zyklus „Fremde Sonne“. Der dauert acht Stunden und ist ein Ereignis.

Von Christine Dössel

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A m Ende reißt es zwar nicht das gesamte Publikum von den Sitzen, wie man es hier auch schon erlebt hat, doch die Begeisterung ist riesig. Langer, liebender, dankender Beifall. Man spürt Theaterglücksfunken stieben. Der Jubel gilt einem herausragenden Schauspielereignis – einem „Marathon“ von eindrucksvoller Machart und insgesamt acht Stunden Dauer, der sich wohldosiert, mit zuschauerschonenden Pausen, über zwei Tage zog. Künftig kann, wer will, einzelne Folge des exquisit besetzten Mehrteilers auch gesondert buchen. Exzesserprobte Castorf-Fans können über so einen Häppchen-Schongang nur milde lächeln.

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