Nachbarschaftsstreit: Eilentscheidung des Gerichts: Uli Hoeneß‘ Bäume dürfen stehen bleiben
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Nachbarschaftsstreit Eilentscheidung des Gerichts: Uli Hoeneß‘ Bäume dürfen stehen bleiben
24. September 2026, 11:41 Uhr |
Lesezeit: 2 Min.

Zusammenfassung
- Das Landgericht München hat in einer Eilentscheidung geurteilt, dass zwei Linden auf dem Grundstück von Uli Hoeneß in Bad Wiessee stehen bleiben dürfen.
- Eine Nachbarin hatte auf Beseitigung der Bäume geklagt, weil diese den Blick auf das Gut Kaltenbrunn und ein nahegelegenes Restaurant verstellen würden.
- Ob die Klägerseite gegen die Eilentscheidung vorgeht und ein Hauptsacheverfahren folgt, ist bislang noch nicht bekannt.
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Eine Nachbarin hatte in einer Klage verlangt, dass der Ehrenpräsident des FC Bayern zwei neu gepflanzte Linden beseitigt. Doch das Gericht urteilt anders – und vermutet andere „Probleme im nachbarschaftlichen Verhältnis“.
Von Susi Wimmer
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Die Aufstellung, die Uli Hoeneß angeordnet hatte, war am Ende siegreich: Wie das Landgericht München in einer Eilentscheidung bekanntgab, dürfen die zwei Linden, die der Ehrenpräsident des FC Bayern auf seinem Grundstück in Bad Wiessee hatte pflanzen lassen, dort stehen bleiben. Eine Nachbarin wollte mit einer Klage erreichen, dass die Bäume beseitigt werden müssen, weil diese den Blick auf das Gut Kaltenbrunn sowie auf ein nahegelegenes Restaurant verstellen würden. Peter Gauweiler, Anwalt von Hoeneß, erklärte nach der Verkündung in einem Telefonat, sein Mandant habe „erfreut“ auf die Entscheidung reagiert.
Vor 20 Jahren hatte es die Familie Hoeneß an den Tegernsee gezogen: Dort erstand der heute 74-Jährige ein großes Anwesen mit einem Landhaus im alpinen Stil mit viel Holz und Glas. Auf dem Grundstück befinden sich laut Hoeneß „seit 15 bis 20 Jahren“ drei Spitzahorne und da einer der Bäume wegen Schneebruchs gefällt werden sollte, ließ Hoeneß in diesem Frühjahr zwei Linden einsetzen. Wie in der Güteverhandlung vor dem Landgericht München II berichtet wurde, wird der Rasen auf dem Grundstück von einer Schafherde „gemäht“ und die würde im Sommer unter der Baumgruppe Schatten finden, führte Hoeneß‘ Ehefrau Susi vor Gericht aus.
Daran störte sich das Ehepaar in einem Nachbarhaus. Die Sicht werde durch die Bäume versperrt. Zudem sei in der Grunddienstbarkeit aus dem Jahr 1975 unter anderem festgeschrieben, dass bestimmte Teile des Grundstücks weder bebaut noch bepflanzt werden dürften. Durch die beeinträchtigte Sicht sei das Grundstück weniger wert, führte der Anwalt der Kläger aus.
Uli Hoeneß hatte in der vorangegangenen Güteverhandlung gekontert, dass man das Gut Kaltenbrunn „seit 30 Jahren nicht mehr sehen könne wegen Tausender Bäume“. Die Vorsitzende Richterin konnte sich in der Sitzung des Eindrucks nicht erwehren, dass es vielleicht gar nicht um die Bäume, sondern um andere „Probleme im nachbarschaftlichen Verhältnis“ gehen könnte. Man wolle dem Ehepaar Hoeneß das Leben nicht schwer machen, versicherte der Klägeranwalt, was der Ehrenpräsident mit einem „da lachen ja die Hühner“ quittierte.
Der Erlass der einstweiligen Verfügung zur Beseitigung der zwei Linden im Streit um die Baumaufstellung in Hoeneß‘ Garten ist damit erst mal vom Tisch. Ob die Klägerseite gegen die Eilentscheidung vorgeht, war bislang nicht zu erfahren. Ob das Ehepaar Hoeneß in die Nachspielzeit muss, wird sich also erst zeigen. Ein Hauptsacheverfahren, in dem es um die Fällung der ganzen Baumgruppe gehen könnte, „ist aktuell nicht anhängig“, sagte Andrea Kürten, Pressesprecherin am Landgericht München II.
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