Straßburg: Kanada ist offen für Idee einer EU-Sondermitgliedschaft

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Straßburg Kanada ist offen für Idee einer EU-Sondermitgliedschaft

17. September 2026, 12:18 Uhr | Kommentare

Kanadas Regierungschef  Mark Carney während seiner Rede in Straßburg vor dem Europäischen Parlament.
Kanadas Regierungschef  Mark Carney während seiner Rede in Straßburg vor dem Europäischen Parlament. Pascal Bastien/AP Photo

„Wir begrüßen diesen Vorstoß“, sagte der liberale Politiker in einer Rede vor dem Europäischen Parlament.

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Kanada befürwortet eine engere Anbindung an die Europäische Union und strebt als erstes Land überhaupt eine assoziierte Mitgliedschaft an. Dies erklärte der kanadische Ministerpräsident Mark Carney am Donnerstag in einer Rede vor dem Europäischen Parlament in Straßburg. Er begrüßte damit einen entsprechenden Vorschlag von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Europa und Kanada seien gemeinsam stärker, sagte Carney. „Das Ziel ist nicht Autarkie, sondern kollektive Widerstandsfähigkeit.“

Carney betonte, dass beide Partner ihre strategische Autonomie durch eine intensive Zusammenarbeit in Schlüsselbereichen sichern sollten. Dazu gehörten der sichere Zugang zu Künstlicher Intelligenz (KI), Halbleitern, kritischen Rohstoffen, Zahlungssystemen, sauberer Energie, Impfstoffen und Weltraumkommunikation. Kanada könne einen großen Beitrag zur europäischen Energiesicherheit leisten, indem es Flüssigerdgas (LNG) und Wasserstoff in großem Umfang liefere. Zudem schlug Carney vor, einen integrierten Markt für Finanzdienstleistungen zu prüfen und jungen Menschen das Leben, Arbeiten und Studieren im jeweils anderen Raum zu erleichtern.

Carney stellte klar, dass Kanada kein Schönwetter-Verbündeter sei und keine Nullsummenspiele verfolge. Mit der engeren Partnerschaft solle kein dritter Block geschaffen werden, um mit anderen Großmächten zu konkurrieren. „Wir streben keine Macht an, um andere zu dominieren“, sagte er.

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