Hunger als Waffe: Nagende Gewalt
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Hunger als Waffe Nagende Gewalt
18. Oktober 2026, 14:03 Uhr |
Lesezeit: 4 Min.
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Hunger ist ein billiges, effizientes Mittel, das vor allem in Kriegszeiten bewusst gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt wird. Ein Aufsatzband erklärt erstmals, welche entscheidende Rolle der Faktor Zeit dabei spielt.
Rezension von Stephan Lehnstaedt
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I m Krieg ist Hunger normal. Das galt bis 1977 sogar im juristischen Sinne, denn erst seitdem verbietet das Zweite Zusatzprotokoll der Genfer Konvention das Aushungern von Zivilisten. Doch Papier ist geduldig und die Weltgemeinschaft schwach und oft desinteressiert. Auch im 21. Jahrhundert ist der Hunger deshalb nicht besiegt. Ganz im Gegenteil gibt es nach wie vor Hungerkatastrophen als Resultat eines gezielten Nahrungsentzugs, aktuell etwa in Jemen, im Südsudan, in Myanmar oder in Gaza. Auch die Blockade durch Russland, das die Ukraine am Export von Getreide und anderen Ernteerzeugnissen hindert, ist hier zu nennen – was dort hauptsächlich ökonomische Konsequenzen hat, führt anderswo auf der Welt zu Mangel und explodierenden Brotpreisen.
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Globale Gesundheit : „Der Körper ist dann dauerhaft auf Mangel getrimmt“
Hunger hält sich in den Eingeweiden, den Gedanken, den Emotionen. Selbst für die Menschen, die rasch wieder Nahrung bekommen, bleiben Folgen. Manchmal ein Leben lang, manchmal noch in den kommenden Generationen.
Von Berit Uhlmann
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