Film: Zum Heulen schön. Aber doch zum Heulen
Por Von Susan Vahabzadeh — Top – Themen – Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Sport
Film Zum Heulen schön. Aber doch zum Heulen
18. Oktober 2026, 9:13 Uhr |
Lesezeit: 2 Min.

Dystopie einer gespaltenen Gesellschaft: Nina Hoss kämpft in Mariko Minoguchis Film „Die andere Seite“ ums Überleben.
Von Susan Vahabzadeh
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Der Überlebenswille ist ein Instinkt. Warum greift er auch dann noch, wenn da nichts mehr ist, was das Weitermachen wert wäre? Vielleicht sind auch Gedanken und Erinnerungen kostbar genug, um sie noch festzuhalten, das Wissen, wie es war, zu lieben und geliebt zu werden. Am Anfang von Mariko Minoguchis Film „Die andere Seite“ sieht man Hanna (Nina Hoss) im Wald, wo sie überlebt, ganz allein für sich. Sie jagt, holt Wasser am Fluss. Sie geht zum Schlafen in eine kleine Hütte, versteckt zwischen den Bäumen. Sie isst, was sie kriegen kann, ein paar karge Vorräte hat sie in der Hütte. Sie verbindet die Wunden, die sie sich auf der Flucht zugezogen hat. Und abends holt sie eine kleine Kurbel hervor, mit der sie ihr Mobiltelefon lädt. Nicht, um zu telefonieren. Sie spielt ein bisschen „Candy Crush“, ihr einziges Vergnügen. Offline. Frei, aber einsam.
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